Thema Whisky – es gibt viel zu entdecken auf Geo Tube

Whisky ist ein sehr beliebtes Getränk. Es verdankt seinen Ruf vor allem den Legenden, die sich um die hochprozentige Spirituose ranken. In den letzten Jahren ist besonders die Nachfrage nach dem Single Malt gestiegen. Hierbei handelt es sich um einen Whisky, der ausschließlich aus einer Brennerei stammt und sehr typische Geschmackseigenschaften besitzt. Neben Schottland und Irland zählen Japan, Indien und auch die Vereinigten Staaten zu den wichtigsten Fertigungsländern. Daneben existiert eine stetig wachsende Zahl an Brennereien in Frankreich, Deutschland und auch Schweden. Für Freunde des Whiskys gibt es also viel zu entdecken – jetzt auch auf Geo Tube!

Das Heimatland des Whisky

Das Thema Whisky zu behandeln, ohne auf Schottland einzugehen, ist faktisch unmöglich. Ob der Whisky wirklich in Schottland erfunden wurde oder doch aus Irland stammt, ist nach wie vor nicht endgültig geklärt. Beide Länder beanspruchen den Ursprung für sich. Als sicher gilt hingegen, dass Whisky bereits im 5. Jahrhundert gebrannt wurde. Die Kelten sollen zu jener Zeit eine Spirituose namens aqua vitae oder uisge beatha hergestellt haben.

Heutzutage gibt es alleine in Schottland über 100 aktive Brennereien. Zu den bekannten Marken gehören beispielsweise Johnnie Walker oder Ballantines. Bei beiden handelt es sich um Blended Whiskys. Blended sind eine Mischung aus verschiedenen Typen von Whiskys, die aus unterschiedlichen Brennereien stammen. Sie haben einen ausgewogenen Geschmack, der über die Jahre auch konstant bleibt. Im Kontrast hierzu stehen die Single Malt. Sie stammen nur aus einer Brennerei und sie unterliegen strengen Regulierungen. So muss ein Single Malt mindestens 3 Jahre im Holzfass gelagert sein. Viele Brennereien gehen aber deutlich über diese Mindestanforderung hinaus. Im Handel findet man häufig Whiskys, die 8, 12 oder sogar 20 und mehr Jahre Reifung hinter sich haben.

Die Whisky-Regionen Schottlands

Single Malt unterscheiden sich oft sehr deutlich in ihrem Geschmack. Die verschiedenen Aromen, die sich in einem Single Malt finden, können unter anderem Apfel- oder Zitrusfrüchte, Karamell, Honig, Holznoten, Rauch oder Torf sein. Einer dieser bekannten Brennereien, die sich auf markante Single Malt spezialisiert hat, ist Lagavulin. Die Brennerei befindet sich auf der Insel Islay und ist direkt an der Küste gelegen. Lagavulin hat Kamerateams einen Einblick in alle Bereiche der Produktion gewährt. Besonders spannend sind die 360°-Videos auf Geo Tube. Whiskys aus der Region Islay sind oft kräftig und torfig.

Eine Brennerei, die untrennbar mit dem Erfolg des Single Malt verknüpft ist, ist Glenfiddich. Sie liegt in der Region Speyside, im Osten Schottlands. Der Fluss Spey hat der Region seinen Namen gegeben und versorgt gleichzeitig eine große Anzahl an Brennereien mit Wasser. Die Whiskys aus dieser Region werden häufig als elegant und fruchtig beschrieben.

Die dritte, wichtige Region nach Islay und Speyside sind die Highlands. Von hier stammen ausgewogene Whiskys wie der Single Malt von Glenmorangie. Sie sind fruchtig, würzig, wenig rauchig und haben Nuancen von Honig. Die Highlands sind darüber hinaus landschaftlich und kulturell sehr interessant. Geografisch zählen auch die Inseln im Westen zu den Highlands. Jedoch unterscheiden sich viele der Single Malt geschmacklich deutlich von den Whiskys vom Festland. Aus diesem Grund zählen viele die Islands als eigene Whisky-Region auf. Kein Wunder, wenn man einen Single Malt wie den Talisker einmal probiert. Die Nähe zum Meer spiegelt sich im Geschmack wieder. Talisker produziert sehr rauchige Whiskys, die extrem würzig sind und sogar salzig schmecken können.

Whisky oder Whiskey – es gibt Unterschiede

Wenn man die Regale in den Geschäften entlanggeht, fällt einem auf, dass mal der Begriff „Whisky“ und dann mal die Bezeichnung „Whiskey“ verwendet wird. Dies ist kein Fehler, sondern Absicht. Schottischer Whisky beispielsweise wird aus Gerste gebrannt. Die Basis für amerikanischen Whiskey bilden hingegen Roggen, Mais, Weizen und auch Gerste. Der Bourbon Whiskey zum Beispiel besteht zu mindestens 51 % aus Mais und unterscheidet sich so vom Geschmack sehr deutlich von seinen schottischen Vettern. Es waren übrigens Auswanderer aus Schottland und Irland, die die Technik der Whisky-Produktion nach Nordamerika brachten. Aufgrund der klimatischen Bedingungen griff man in Nordamerika dann zu anderen Getreidearten als Grundlage.

Irischer Whiskey hingegen unterscheidet sich durch die Herstellungsart. Die Iren nutzen keinen Torf, um das Getreide zu darren, was einen milderen Geschmack im Endprodukt hervorruft. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Schottland ist reich an Torfvorkommen, sodass man früher logischerweise Torf als Brennmaterial herangezogen hat. Auch aus Irland gibt es Single Malt, wie den Bushmills, sowie Blends, wie zum Beispiel Tullamore Dew.

Exoten unter den Whisk(e)ys – nicht zu verachten!

Für Kenner gehört Japan sicherlich nicht mehr zu den Exoten auf der Whisky-Landkarte. Dennoch ist es überraschend, dass japanische Whiskys regelmäßig Preise bei den internationalen Veranstaltungen einheimsen. 2011 gingen gleich alle drei Goldmedaillen bei den World Whiskies Awards in das Land der aufgehenden Sonne. Besonders hervor sticht hier Yamazaki von Suntory.

Aber auch aus Europa stammen qualitativ außergewöhnliche Whiskys. Die Bretagne in Frankreich ist mittlerweile eine bekannte Whisky Region. Auch auf Geo Tube finden sich bereits einige Videos aus dieser Gegend. Armorik ist einer dieser Whiskys, der internationale Beachtung erzielt. Die Machart orientiert sich an den schottischen Vorbildern. Die Bretagne verleiht dem Armorik jedoch ein ganz eigenes Geschmacksprofil.

In Deutschland finden sich ebenfalls zahlreiche Brennereien, die sich dem Whisky verschrieben haben. Vornehmlich kleine Manufakturen produzieren in Kleinserien oftmals sehr interessante Whiskys. Der Glen Els der Hammerschmiede aus dem Harz ist ein solcher Whisky. Weiter im Süden Deutschlands werden zum Beispiel Slyrs oder finch hergestellt. Die Whiskys aus Deutschland orientieren sich, wie die Spirituosen aus der Bretagne auch, am schottischen Stil. Wie genau die Herstellung abläuft und wo die Unterschiede liegen, eröffnet sich am einfachsten durch Videos. Mit Geo Tube findest Du Dokus und Reportagen aus den Whisky-Brennereien auf der ganzen Welt.

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